Chris©-Technik

Buchrezension

"Seit New Age salonfähig geworden und die einschlägige Literatur selbst in die Regale der arriviertesten Buchhandlungen Einzug gehalten hat, wird das Angebot an Büchern zum Thema Energie zunehmend unüberschaubar. 'Der Energiekörper - Dein Partner auf Lebenszeit', bei Oiri Edition erschienen, ragt aus dieser Flut hervor. Der Verdacht, es könnte sich um eine selbstgestrickte Theorie westlicher Herkunft handeln, erweist sich als unhaltbar. Behutsam trägt Christine Schenk 'Fundstücke' verschiedenster spiritueller Kulturen und wissenschaftlicher Forschungen rund um den Globus zusammen. Sie setzt die 'Scherben' zu einem 'Torso' zusammen, der eine Gesamtheit erahnen lässt: die Welt des Energiekörpers. Wir existieren noch einmal, sagt sie uns. Du bist Energiekörper und kannst es fühlen. Du musst dafür nichts lernen, Du musst Dich bloß erinnern. Wie man das macht? Nach der anregenden Lektüre ihres Buches ist man seiner Erinnerung ein Stück näher gekommen.

Christine Schenk predigt keine neue Heilslehre mit Ritualen oder Praktiken, die es zu befolgen gilt, sondern vermittelt einen Einblick in ein ganzheitliches Weltbild jenseits des Gurudenkens. Sie fordert die Schärfung des Bewusstseins, den Respekt vor dem 'Gefühl', das uns Wegbegleiter sein kann und den Verstand, das logische Denken ergänzt. Ihr Reiseführer durch die Welt der Energien verbindet eine historisch-wissenschaftliche Bestandsaufnahme mit philosophischen Exkursen zu unserem Weltbild, unseren Wahrnehmungen und Sehnsüchten, den Grundlagen der Anatomie des Energiekörpers bis hin zu Fragebögen und Übungen zur Vertiefung der persönlichen Wahrnehmungen. Sie macht Mut, sich den Problemen und Krisen, die im ungewohnten Kontakt mit dem Energiekörper ergeben, zu stellen. Sie zeigt Möglichkeiten, die Ursachen zu erkennen und damit umgehen zu lernen. Durch das ganze Buch zieht sich ein unabhängiger kritischer Geist, der den selbst-bewussten Menschen und den selbst-bestimmten Konsumenten auf den Plan ruft."

Dr. Claudia Hannemann
Journalistin

© 1998-2018 Christine Schenk